Der Beginn einer Magersucht liegt oft in der Pubertät.
Magersüchtige fallen nach aussen hin auf, die Mädchen und jungen Frauen und gelegentlich auch Männer sind zu dünn und werden immer dünner. Trotzdem fühlen sie sich zu dick (Körperschemastörung) und haben in der Regel keine Krankheitseinsicht. Bei diesem Krankheitsbild geht die Initiative für eine Beratung oder Therapie oft von den Familienangehörigen, LehrerInnen und FreundInnen aus. Die Todesrate (inclusive Suizid) liegt bei ca. 18%.
Der Gewichtsverlust wird herbeigeführt durch Hungern, übertriebene körperliche Aktivitäten, aber auch durch Erbrechen und Abführmittel. Folge sind hormonelle Störungen die sich zum Beispiel im Ausbleiben der Periode bemerkbar machen und die pubertäre Entwicklung verzögern. Weitere Auswirkungen sind: verlangsamter Herzschlag, erniedrigte Körpertemeratur, niedriger Blutdruck mit der Folge von Schwindel und rascher Ermüdbarkeit, Blutbildveränderungen, Bildung von Flaumbehaarung am Körper, Haarausfall und Ödeme.
Die Gedanken Magersüchtiger kreisen ständig um das Essen, für Andere bereiten sie gerne Essen zu. Sie sind oft sehr leistungsorientiert und haben hohe Ansprüche an sich Selbst und Andere. Gleichzeitig ziehen Sie sich immer mehr in ihre eigene Welt zurück und sind stolz darauf alles so gut `unter Kontrolle´ zu haben.